Prof. Dr. Henning Rosenau

Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht


1. Warum wollen Sie mit Schülern reden?

Mich interessieren Ihre Fragen und Zweifel. Vielleicht kann ich die eine oder andere Antwort geben und den einen oder anderen Ausweg aufzeigen. Und ich möchte Sie dafür sensibilisieren, dass es gerade auch auf Sie ankommt.

2. Warum sind Sie Wissenschaftler geworden?

Als sich, durch viel Zufall, die Möglichkeit ergab, war es das Bauchgefühlt (s. 6.): Als Wissenschaftler kann ich mit jungen Menschen Erkenntnisse gemeinsam erarbeiten und dabei mitwirken (wir nennen es „forschen“), dass es eine gerechtere Welt gibt. Und ich kann solche Erkenntnisse an andere weitergeben.

3. Wofür brauchen wir Wissenschaft?

Wissenschaft bringt uns voran: in unserem Zusammenleben, in unseren Rechten, in unserer Wirtschaft. Nur zwei Beispiele: Eine Nürnberger Firma ist nach Halle umgesiedelt wegen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Weinbergcampus in Halle und hat so bei uns Arbeitsplätze geschaffen. Dass wir selbst entscheiden können, wie und wann wir sterben können, hat die Rechtswissenschaft zusammen mit den Gerichten durchgesetzt.

4. Wofür interessieren Sie sich außer für Wissenschaft?

Ich habe ein etwas nischiges Hobby: das Sammeln von Briefmarken und Briefen mit Vogelmotiven. Ich lese seit Jahrzehnten Aero International (eine Zeitschrift zur Zivilluftfahrt), bin auch Hobbyornithologe, Händel-Fan und wandere gern.

5. Wenn Sie Bundeskanzler wären, was würden Sie tun?

Harte Kante zeigen gegen Trump und andere Autokraten dieser Welt, die nach ihrem Gutdünken uns ins Chaos stürzen, und gegen Putin und andere Kriegsverbrecher dieser Welt, die das Leben und die Zukunft gerade junger Menschen auf dem Gewissen haben.

6. Welchen Rat würden Sie Schülern für die Berufswahl geben?

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, nicht auf Ihre Eltern oder Freunde. Nur das, was Sie glauben, gerne zu tun, wird Ihr Leben erfüllen können.